Kintsugi-Technik

Charakteristisch für kintsugi ist die Verklebung von Scherben mit urushi unter Verwendung weiterer Naturstoffe und eine besondere Dekorationstechnik der Klebenähte mit feinem Pudergold in Anlehnung an makie (Streubilder).
Kintsugi oder „Goldverbindung" ist ein traditionelles, über 500 Jahre altes, besonders in Asien verbreitetes Verfahren zur gebrauchsfähigen Wiederherstellung beschädigter Keramik. Grundlage bildet das Wissen um die Nutzung des Naturlackes Urushi, der in Europa auch unter der Bezeichnung Japanlack bekannt ist und bereits seit mehreren Jahrtausenden zum Kleben von Keramik verwendet wird. 

Arbeitsschritte:

  • Klebung der Fragmente aus Rakukeramik mit Rohlack und Reisbrei oder Weizenmehl; nach der Aushärtung der Klebung wird die Naht mit einem Messer geglättet und mit Holzkohle verschliffen.

  • Auftrag von schwarzem Urushi; verschleifen der Naht mit Holzkohle; - dieser Arbeitsschritt wird widerholt, bis die Fläche der Klebenat eben ist.

  • Auftrag von rotem Urushi und anschließendes Aufstreuen von feinem Pudergold

  • Die Aushärtung von Urushi erfolgt nach jedem Arbeitsschritt in einem Feuchtschrank bei etwa 85 % relativer Luftfeuchtigkeit und einer Temperatur von ca. 25°C.

Eine ausführliche Beschreibung der Technik unter Berücksichtigung aller Materialien, Rezepturen und Werkzeuge wird im Buch „kintsugi-technik“ gegeben: