Kintsugi - "Goldverbindung"

Seit fast 10 000 Jahren wird im asiatischen Raum ein Naturlack mit der japanischen Bezeichnung urushi verarbeitet. Urushi diente bereits in der Jomonkultur als erster Glasurüberzug für Keramik um, relativ niedrig gebrannte Tongefäße abzudichten. Bereits vor etwa 4500 Jahren wurde der Lack nachweislich auch zum Kleben von Keramikscherben verwendet. Diese Verfahrensweise bildet die Grundlage für die Goldlacktechnik - kintsugi.

Die Entwicklung von Kintsugi ist eng mit der japanischen Teezeremonie verbunden und hängt mit der philosophischen Erneuerung dieser Tradition Ende des 15. bis Anfang des 16. Jahrhunderts zusammen. Im Mittelpunkt stand die Einfachheit die ihren Ausdruck in der Einführung von Teegefäßen aus Rakukeramik widerspiegelte.